Hisham Matar: Die Rückkehr

Die Rueckkehr von Hisham Matar

Menschen verschwinden zu lassen, ist eine in vielen repressiven Staaten geübte Praxis. Sie lässt die Angehörigen im Ungewissen und hilflos zurück und beraubt sie allen juristischen Beistands. So ist auch nicht erstaunlich, das Hisham Matar in seinem ausdrücklich autobiographischen Buch auf den Gedanken an seinen verschwundenen Vater zentriert ist. Früher eine wichtige Figur auch im Regime von Gaddafi wurde er 1990 von lybischen Geheimdienst aus Kairo entführt, nachdem er wegen seiner oppositionellen Haltung ins Exil gehen musste.
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Ramita Navi, Stadt der Lügen

stadt der luegenIm Gottesstaat zu leben heißt in der besten aller Welten zu leben. Die Politiker entscheiden nicht nach Wählerwillen oder persönlicher Einsicht, sie empfangen ewige Weisheit vom Einzigen und Allmächtigen direkt. Wer mit den Regeln des Gottesstaats in Konflikt gerät, kann in der Logik dieses Systems also nur ein schlechter Mensch sein. Denn man kann ja nicht einfach nur anderer Meinung sein als Gott oder andere Interessen und Vorstellungen haben als er. Von Lebensgeschichten solcher Menschen handelt Navis Buch. „Ramita Navi, Stadt der Lügen“ weiterlesen