Anthony Horowitz: Ein perfider Plan. Howthorne ermittelt

Wir kennen Anthony Horowitz von seinen wunderbaren Sherlock-Holmes-Geschichten. In diesem Roman schlüpft er gewissermaßen selbst in die Rolle des Doktor Watson: Der Privatdetektiv und Polizeiberater Daniel Howthornebittet ihn, seine Ermittlungen in einem besonderen Fall zu dokumentieren und später zu einem Buch zu verarbeiten. Dabei geht es um den Mord an Diana Cowper, einer wohlhabenden Mäzenin Londoner Theater und Mutter eines bekannten Hollywood-Schauspielers. Sie wird erdrosselt aufgefunden, nachdem sie am gleichen Tag in einem Londoner Beerdingungsinstitut erschienen war, um ihre eigene Beisetzung zu planen. „Anthony Horowitz: Ein perfider Plan. Howthorne ermittelt“ weiterlesen

Sarah Kuttner, Kurt

Lena und ihr Freund Kurt haben sich entschlossen, aus Berlin wegzuziehen und ein altes Haus auf dem Land zu kaufen. Kurts Sohn, der auch Kurt heißt und hauptsächlich bei seiner Mutter in Brandenburg lebt, kommt jetzt in die Schule und kann deswegen nicht mehr so ohne weiteres zu seinem Vater nach Berlin kommen. Und so ziehen Lena und Kurt in die Nähe von Kurts Ex-Frau und der kleine Kurt wechselt regelmäßig zwischen den beiden Wohnungen.

Lena und Kurt genießen die Zeit mit dem kleinen Jungen, es wird viel gelacht und viel Unsinn gemacht. Aber Lena tut sich auch schwer mit ihrer neuen Rolle. Soll sie sich als Zweitmama für Kurt fühlen? Darf sie sich in die Erziehung einmischen? Soll sie Kurts eigentlicher Mutter sagen, wenn sie mit deren Entscheidungen nicht einverstanden ist?

Schlagartig ändert sich alles, als kurze Zeit nach dem Umzug der kleine Kurt nach einem Sturz von einem Klettergerüst verstirbt. „Sarah Kuttner, Kurt“ weiterlesen

Brigitte Glaser: Rheinblick

November 1972: Bei Hilde Kessel, der Wirtin des Bonner Lokals „Rheinblick“, treffen sich Politiker und Ministerialbeamte. Und natürlich gibt es in diesen Tagen nur ein Thema: den Wahlsieg der Sozialdemokraten. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik ist die SPD zur stärksten politischen Kraft geworden.  Gleichzeitig brodelt die Gerüchteküche: Was ist von dem gescheiterten Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Brandt zu halten? Sind Stimmen gekauft worden? Hilde hört die täglichen Unterhaltungen an ihrer Theke, aber sie mischt sich nicht ein und gibt ihr Wissen niemals weiter. Nur einmal hat sie diesen Fehler begangen … .

Willy Brandt hat einen großen Sieg errungen, aber er kann ihn nicht genießen. Unmittelbar nach dem Wahlabend muss er sich in einem Bonner Krankenhaus an den Stimmbändern operieren lassen. Danach wird ihm für 10 Tage ein striktes Sprechverbot erteilt. Die Logopädin Sonja Engel soll ihm helfen, seine Stimme wiederzufinden. Aber der Kanzler wird streng abgeschirmt, nur selten kann sie zu ihm durchdringen. Abends kehrt sie frustriert in ihre WG zurück, wo linke Studenten die ganz großen Utopien diskutieren.

In Sonjas WG taucht dann die junge Reporterin Lotti Legrand auf, die für die Kehler Tageszeitung ein Interview mit dem jungen Bundestagsabgeordneten Wolfgang Schäuble führen soll. Als Lotti zufällig vom Mord an einer jungen Frau in Bonn erfährt und erste Spuren in die politische Sphäre zu führen scheinen, wittert sie eine große journalistische Chance, zumal ihre Wohngenossin Sonja die Ermordete als Patientin kannte. „Brigitte Glaser: Rheinblick“ weiterlesen

Graham Moore: Der Mann, der Sherlock Holmes tötete

1893: Arthur Conan Doyle hat genug von ihm, diesem Sherlock Holmes, der ihm zwar jede Menge Ruhm und nebenbei auch ein auskömmliches Leben eingebracht hat, der aber gleichzeitig den Blick auf sein sonstiges literarisches Werk verstellt. Immer wollen die Leute nur von Sherlock hören, immer wieder Sherlock. Conan Doyle mag nicht mehr. Er beschließt daher, Sherlock sterben zu lassen und lässt ihn in den Reichenbachfällen in den Schweizer Alpen umkommen. Der Autor ist mit diesem Entschluss ausgesprochen zufrieden, das Publikum allerdings überhaupt nicht. Conan Doyle wird in der Öffentlichkeit beschimpft und sogar angegriffen. Er muss sich als Mörder des weltberühmten Detektivs bezeichnen lassen.

Jahre später wird der Autor Opfer eines Briefbombenanschlags, der zu seinem Glück glimpflich verläuft. Zusammen mit der Bombe wird ihm das Bild einer ermordeten jungen Frau zugesandt. Da er der Polizei – ähnlich wie sein Held Sherlock – nicht besonders viel zutraut, unternimmt er selbst Nachforschungen. Sein Freund Bram Stoker, der Schöpfer von Dracula, unterstützt ihn dabei.

2010: In einem Hotel in New York treffen sich die Baker Street Irregulars, eine literarische Gesellschaft, die sich mit den Erzählungen rund um Sherlock Holmes befasst. Ein führendes Mitglied hat für den folgenden Tag eine Sensation angekündigt: Er werde einen Band der Tagebücher Conan Doyles präsentieren, der seit jeher als verschollen galt und nach dem er bereits zeit seines Lebens auf der Suche war. Doch bevor er seinen Fund dem staunenden Publikum vorführen kann, wird er tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden, und das Tagebuch ist erneut verschwunden. Ein anderer Irregular, der Literaturwissenschaftler Harold White, sowie die Journalistin Sarah Lindsay machen sich nach England auf, um Mörder und Tagebuch zu finden. „Graham Moore: Der Mann, der Sherlock Holmes tötete“ weiterlesen

C. J. Tudor, Der Kreidemann

 

Als der zwölfjährige Eddie mit seinen gleichaltrigen Freunden im Sommer 1986 einen Jahrmarkt besucht, ereignet sich ein furchtbarer Unfall, bei dem in Eddies unmittelbarer Nähe ein Mädchen schrecklich verletzt wird. Ein Lehrer seiner Schule, Mr. Holloran, greift beherzt ein und rettet dem Mädchen das Leben. So kommt Eddie in Kontakt mit Holloran, der neu in der Stadt und Hobbymaler ist. Er bringt Eddie und seine Freunde auf die Idee, sich mittels kleiner Kreidestrichmännchen, die sie auf die Straße und auf Mauern kritzeln, gegenseitig Botschaften zukommen zu lassen. Eines Tages weisen diese Kreidemännchen den Weg zu einem grausigen Leichenfund. Es kommt zu keiner Verhaftung. „C. J. Tudor, Der Kreidemann“ weiterlesen